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06.02.12 Implantatverfahren

Interview Dr. Schmoll: Schlüssellochchirurgie

Neben dem Bereich der Zahnästhetik gewinnt auch die minimal-invasive Implantation in der Zahnmedizin zunehmend an Bedeutung. Die so genannte Schlüssellochchirurgie bietet vor allem für den Wundheilungsprozess deutliche Vorteile. Die Wunde, die durch den Eingriff entsteht, ist kleiner und kann daher auch deutlich schneller abheilen. Dr. Schmoll aus Eppelheim bei Heidelberg beantwortet alle wichtigen Fragen zu diesem Thema.

Welche Maßnahmen müssen vor der Schlüssellochchirurgie getroffen werden?
Auch vor der Schlüssellochchirurgie müssen wie bei jeder Implantatplanung Röntgenaufnahmen gemacht werden. Es werden Modelle erstellt, es bedarf einer exakten Planung des Implantats und es bedarf der Platzierung im Knochen. Speziell für die Schlüssellochchirurgie wird dann ein CT (Computertomographie) und oder ein DVT (Digitaler Volumentomograph) erstellt. Diese dreidimensionalen Daten werden dann in einen Computer eingegeben, so dass das Implantat exakt geplant und im Kiefer platziert werden kann.

Wie lange dauert es, so ein Implantat 3-dimensional zu planen?
Für den behandelnden Zahnarzt dauert die Planung am Computer etwa eine halbe Stunde pro Implantat. Der Patient muss lediglich für die Aufnahmen anwesend sein. Danach kann er nach Hause. Dann wird von Zahnspezialisten das Implantat oder die Implantate geplant und bei der nächsten Sitzung kann mit der Behandlung begonnen werden.

Wie hat man Implantate früher geplant?
Vor wenigen Jahren war es noch üblich, die Implantate rein auf der Basis von Röntgenaufnahmen zweidimensional zu planen. Doch dank der modernen Technik können Implantate heute viel exakter geplant und platziert werden.

Welche Vorteile gibt es neben der Wundheilung gegenüber dem klassischen Verfahren?
Die Operationszeit kann deutlich verkürzt werden, da eine wesentlich kleinere Wunde entsteht als bei der klassischen Vorgehensweise. Des Weiteren weiß der behandelnde Arzt durch die Planung genau, wo der Knochen sitzt. Es müssen damit nur kleine, sehr präzise ausgeführte Schnitte gemacht werden. Dementsprechend klein fällt auch die spätere Naht aus. Aber es ist nicht nur der Zeitgewinn von Vorteil, auch die postoperativen Beschwerden sind erheblich geringer. Durch die kleine Schnittführung treten auch weniger Schwellungen auf. Darüber hinaus sind die Implantate durch die Planung an ihrem optimalen Platz.

Kann diese Behandlung bei jedem Patienten angewendet werden, der ein Implantat benötigt?
Prinzipiell ist es bei jedem Patienten möglich, mit Hilfe der Schlüssellochchirurgie ein Implantat zu setzen, aber es ist nicht immer notwendig. In vielen Fällen ist es klar, wo das Implantat gesetzt werden muss, und es ist dann nicht nötig, die aufwendigere  Methode der Schlüssellochchirurgie zu wählen.

Sind die Kosten höher als beim klassischen Implantologie-Verfahren?

Ja, die Kosten sind bei diesem Verfahren höher. Um wieviel Euro diese Methode teurer ist, muss für jeden Patienten und dessen individuelle Situation bestimmt werden. Grob kann man allerdings sagen, dass die Schlüssellochchirurgie pro Implantat etwa 300€ kostenintensiver ist als bei der klassischen Vorgehensweise.




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Praxis Dr. Schmoll & Partner, Eppelheim
06.02.2012, 22:00
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